Historische Werkzeuge der Zahntechnik


Höchst orgineller Gußautomat der Firma Metzdorf, Dortmund, Deutschland 1949


Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring
Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring

Dieser schwere Apparat war unter den Bezeichnungen „Adler“ sowie „Dental Olymp“ im Handel. Die vorgewärmte Gußmuffel wird vor dem Guß auf den Pyramidenförmigen Sockel gesetzt und das für den Guß bestimmte Metall mit der offenen Flamme einer Lötlampe zum Schmelzen gebracht. Sodann wird das komplette Oberteil herumgeschwenkt und der Stempel auf den Muffel abgesenkt. Ein Ventil wird geöffnet; die dann ausströmende Preßluft drückt das geschmolzene Metall in den Gußkanal. Bei anhaltendem Luftdruck soll eine Lunkerbildung verhindert werden, wie sie beim Erstarren des Metalls stets zu befürchten ist. Das technisch relativ komplizierte Gerät konnte sich gegenüber den üblichen Zentrifugal-Gußschleudern nicht durchsetzen.



Kleiner Ofen für die technische Herstellung von Zahnersatz


Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring
Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring

Patentanmeldung: 29. Juni 1897 und 3. Juli 1900; weitere Patentanmeldungen folgten. Das Grundbrett aus Messing misst ca. 15 x 15cm. Die Brennkammer ist an einer Säule in der Höhe mit Stellschraube verstellbar.

Schläuche, Messingrohr- leitungen und mit Hebel und Stellschraube regulierbare Leitungsventile zeigen an, dass dieses kleine Öfchen mit Gas betrieben wurde.



Gußschleuder mit Handkurbel und geschlossenem Zahnradgetriebe


Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring
Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring

Das Gerät ist insofern ungewöhnlich konstruiert als der Muffelhalter sowie das Gegengewicht auf einer vertikalen Kreisbahnangeordnet sind.

Später setzten sich Gussschleudern mit horizontaler Kreisbahn allgemein durch. (1. Drittel 20. Jahrhundert)



Bogen- oder Fiedelbogenbohrer um 1850


Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring
Quelle: Geschichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring

Fauchard (1678-1761) zeigt in seinem 1728 herausgegebenen empirischen Werk „Le Chirurgien Dentiste ou traité des dents“ ein Gerät, das nach dem gleichen Prinzip arbeitet.

Er setzt es allerdings ausschließlich bei der Herstellung von Zahnersatz ein – nicht zu therapeutischen Zwecken.



Zahnreißer und Chirurgenschale, Aderlaßbecken


Quelle: Gechichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring
Quelle: Gechichte der Zahnmedizin von Malvin E. Ring

Die aus getriebenem Messing hergestellte Schale ist verziert mit einem Relief, den Sündenfall von Adam und Eva im Paradies darstellend. (Nürnberg 1480)

 

Bis ins späte 18. Jahrhundert versteht man bösartige Geschwülste als Ausdruck einer schweren Störung der Körpersäfte. Als wirksame Behandlung galt das Ableiten der kranken Säfte z. B. durch Aderlaß.